Home _Küche (5.11.2003)
Die armenische Kueche "ist im allgemeinen nicht extrem im Geschmack, jedes Gericht hat ein gewisses Gleichgewicht", schreibt Robert Avak in "Kauderwelsch - Armenisch Wort fuer Wort". Auf armenischen Tellern findet man viele Dinge, die aus dem Mittelmeerraum vertraut sind. Aber auch die urspruengliche Nationalkueche hat ihre Reize.Wer selbst armenisch kochen moechte, findet englischsprachige Rezepte beispielsweise in "Adventures in Armenian Cooking" auf cilicia.com.
-> www.cilicia.com -> http://www.cilicia.com/armo_cookbook.htmlkommentar zu _küche (20.8.2006)
Ripsime schreibt: hallo ihre küsche hat mir sehr gefallen die ist die beste was auf der welt gibst ok ihr machr das gut barewner heripsimeiz

Kleine rote Kugeln, prall gefüllt mit Saft, purzeln aus der lederartigen Schale. Die Körner des Granatapfels schmecken jetzt im Dezember süß, jedoch mit einer leicht säuerlichen Note. "Wenn sie einige Wochen später geerntet werden, schmecken sie eher wie Honig", erzählt ein Kollege. Besonders Kinder mögen die armenische Nationalfrucht, die zu jeder Weihnachtsbescherung gehört.

Der Stuhl quietscht auf dem glatten Fussboden. Die Waende sind weiss. Immer wieder streift eiskalte Novemberluft den Ruecken. Die Kellnerin stellt ein Glas Salzstangen und zwei Halbliterflaschen auf den Tisch. Der hellbraune, eiskalte Flascheninhalt macht das wenig einladende Ambiente wett - er schmeckt herb, aber mild, und fließt so leicht durch die Kehle, dass man ihn am liebsten in einem Zug austrinken möchte.

Wie die Dose Cola bei den Deutschen, so gehoert der Becher Tan bei den Armeniern zum schnellen Mittagsimbiss. Yahoo beschreibt Tan als salziges Gemisch aus Joghurt und Wasser, Robert Avak bezeichnet es in seinem Reisesprachfuehrer als buttermilchartiges Getraenk. Es aehnelt sehr dem Ayran in tuerkischen Restaurants. Im Supermarkt kostet ein halber Liter rund 180 Dram (30 Eurocent).

Vor mir steht ein tiefer weißer Teller, gefüllt mit einer fahlgelben Fluessigkeit mit Fettaugen. In der Tischmitte aufgereiht sind Töpfe mit Knoblauchsauce, Peperoni, kleingeschnittener Rettich und Stapel von pappkartonduennem, trockenem armenischem Fladenbrot. Auf Touristen wirkt Chasch eher abschreckend. Doch in Armenien ist dieses Sonntagsessen ein Highlight.

Ein riesiger, ungezuckerter Pfannkuchen, gefaltet und zusammengerollt zu einem handlichen Paket: Das beschreibt in etwa das traditionelle armenische Lawasch-Brot. Bei Lycos gehoert das Brot, in kleine Stuecke zerschnitten, zum Mittagessen in der Buerokueche - belegt mit Kaese, Schinken, Gurken und Tomaten.