Home _Leben _Rund um den Platz der Republik (22.12.2003)
Offizielle Fotos zeigen den Platz der Republik im Stadtzentrum als touristisches Schmuckstück. Doch wer sich ein Stück von den frisch renovierten Fassaden entfernt, gewinnt ganz andere Eindrücke. Das nebenstehende Bild entstand wenige Schritte vom Platz der Republik entfernt, so wie alle Fotos auf dieser Seite.
siehe auch: MP3-Piraten an der Prachtstraße -> http://www.flugverein-guetersloh.de/armenien/artikel-182.htmkommentar zu _rund um den platz der republik (7.9.2008)
Stefanie schreibt: Lieber Kommentator,
ich freue mich zu hören, dass sich in Jerewan in den vergangenen Jahren einiges getan hat, und würde jeden Besucher dieses Blogs ermuntern, das Land zu bereisen, denn schon damals war es (trotz der beschriebenen Schattenseiten, wie es sie durchaus auch in manchen deutschen Großstädten gibt) ein toller Ort.
Selbst beurteilen kann ich das aber leider nicht, da mein Blog eine Momentaufnahme aus dem Jahr 2003 ist und ich seither nicht mehr in diesem Land war. Ich denke, dass dies aber für jeden Besucher dieses Blogs auch klar sein müsste. Jeder Beitrag ist mit einem Datum versehen, und es steht ja auch deutlich sichtbar auf der Startseite, dass das Blog Anfang 2004 geendet hat. Reiseberichte (und die dazugehörigen Fotos) haben nun einmal so an sich, dass sie die Zeit beschreiben, in der der Aufenthalt stattgefunden hat, und dass sie keine allgemeingültige Definition des Landes liefern.
Damals hatte ich mir aber sehr wohl das Ziel gesetzt, Armenien so zu beschreiben, wie es nach meinem Eindruck war. Ich sah deswegen keinen Grund, die (damaligen) Schattenseiten zu verschweigen, genauso, wie ich sicherlich ja auch sehr viel Positives berichtet habe.
Beste Grüße,
Stefanie Schulte
kommentar zu _rund um den platz der republik (7.9.2008)
anonym schreibt: Vielleicht könnten Sie auch mal die Fotos aktualisieren, da es heute, nach 5 Jahren, in Jerewan bestimmt viel anders aussieht. Aber der/die jenige/r, der/die die Stadt besuchen wollen, könnten von solch alten Fotos einen falschen Eindruck bekommen. Vielleich wäre es auch eine gute Idee die Schattenseite der Stadt den Besuchern zum Selberentdecken zu überlassen.
kommentar zu _rund um den platz der republik (25.12.2003)
Stefanie schreibt: Kleine Aenderungen: Ich habe bei einigen Fotos die Vorschaubilder ueberarbeitet. Ein Bild (Einpacken auf Vernisaj) habe ich komplett gegen ein anderes ausgetauscht. Ich hoffe, dass sich das positiv auf den Gesamteindruck dieser Seite auswirkt!

Viele der geschichtstraechtigen Gebaeude haben in monate- und jahrelangen Bauarbeiten neuen Glanz bekommen. Jetzt sind sie bereit fuer Touristen.

Die glitzernden Shoppingmeilen anderer Hauptstaedte kennen die Jerewaner nur von Fernreisen oder aus dem Fernsehen.

"Jerewan ist trocken, deshalb steht mittendrin ein riesiger Springbrunnen", schrieb Hilmar Schulz im Jahr 2000 in der ZEIT.

An fast allen Strassenecken bieten Haendler Obst und Gemuese aus einheimischer Produktion.

"Noch immer wiederholen Taxifahrer den Namen des Hotels leise und ehrfurchtsvoll", schreibt Dietmar Telser bei Spiegel Online. Dabei gebe es im Hotel Armenia wenig Representatives, abgesehen vom Eingangsbereich. "Zimmer und Gänge zeigen sich im zweifelhaften Charme der siebziger Jahre." Der Artikel ist von Mai 2003, ich habe das Hotel selbst nie von innen gesehen. Das Hotel Armenia gehoert seit dem 15. Dezember 2003 zur amerikanischen Marriott-Gruppe.

Samstag abend, der Wochenmarkt Vernisaj neigt sich fuer heute dem Ende zu. Zeit fuer die Haendler, ihre Waren einzuraeumen.

Wenn in westlichen Grosstaedten schon alles leuchtet, blinkt und klingelt, ist in Jerewan noch Alltag angesagt. Das armenische Weihnachtsfest findet erst am 6. Januar statt. Ende Dezember laufen in der Hauptstadt die Vorbereitungen an.